Afrika

Südafrika 2015

Angekommen und noch benommen vom langen Flug, streune ich durch die Strassen Kapstadts. Erstmal raus aus dem Hostel, denke ich. Ich habe den Tafelberg im Rücken, gehe immer bergab. Am Ende der Straße muss das Wasser sein, vermute ich. Nach einer Weile lasse ich die ansprechenden Läden und Cafés der Kloofstreet hinter mir und erreiche die Longstreet. Dort reihen sich Urlauberpubs im englischen Stil aneinander, abgestandener Biergeruch strömt mir entgegen. Es folgen die Hochhäuser des Finanzdistrikts. Die Sonne brennt mir auf den Schädel und ich denke: die Longstreet ist tatsächlich lang! Schliesslich erreiche ich die Waterfront. In dieser Ministadt gehen Yachthafen, Werft und Shopping-Mall nahtlos ineinander über. Ein Bummel über diese Meile mit Restaurants, Markthalle und Aquarium ist für den Ankunftstag genau das Richtige, übernachten möchte ich hier nicht.
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Ich beschreibe wirklich gern. Aber bei manchem Zauber, wie zum Beispiel Zebrastreifen, lasse ich dem Auge den Vortritt.


  1. Kingprotea im Botanischen Garten Kirstenbosch, Kapstadt.

  2. Plitsch Platsch Pinguin…Boulders Beach, Nähe Kapstadt.

  3. Addo National Park: Ich stolpere immer wieder neu über das Grün. In meiner inneren Vorstellung leben Elefanten im Sand…

  4. Bucanneer (Chintsa) Diese Weite! Eine Bucht (fast) ohne Ende und eine tolle Brandung zum Baden.

  5. Pferde sind schön, aber Zebras noch viel schöner!

  6. Addo Elephant National Park Herzzerreißend, dieser Löwe! Und doch ist mir ein bisschen mulmig zumute...,
    Er liegt uns schließlich direkt zu Füßen und uns trennt nicht einmal eine Fensterscheibe.

  7. Tsitsikamma: ein Campingplatz mitten in der Natur mit Freiluftpool, frei herumlaufenden Murmeltieren
    und guten Möglichkeiten zum Wandern.

  8. Cargo Caves: Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als… wir haben durch gepasst!

  9. Bo Kaap, (Kapstadt). Ein Viertel so bunt wie die unterschiedlichen Kulturen seiner Einwohner.

Sansibar 2013

Die Verkäufer am Strand von Kiwengwa im Nordosten Sansibars sind hartnäckig, anhänglich, polyglott, arm, überwiegend männlich, Reggaeanhänger, gläubige Muslime, Massai, paarungsinteressiert, müde und frustriert, humorvoll, sympathisch, nervig, treu, Freunde und Konkurrenten.
Abdul fragt mich: What are you doing? - I'm a teacher. And what about you? I'm a beachboy. Ich spiele mit dem Gedanken auf dem Ausreiseformular in der Spalte occupation: beachboy auszufüllen. Beachlady, gibt es das?
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Ruanda 2013

Die Woche in Ruanda vergeht wie im Flug. Die Fahrt zum Kivusee mit Zwischenstopp in Nyanza nicht. Die Landschaft im Südwesten Ruandas ist spektakulär, aber voller Serpentinen. Nicht übel! würde ich sagen, wenn ich nicht unter Reisekrankheit leiden würde. Wir haben Glück, die Cormoran Lodge in Kibuye hat noch ein Traumzimmer mit Blick auf den See frei. Eine Anlage, die das Gärtnerherz höher schlagen lässt. Fantastisches Essen und ein See so groß, dass das Auge den Horizont nicht sieht. All das erlebe ich zusammen mit meinen Freunden! Ihr verrückten Freunde, die ihr Hals über Kopf in das womöglich Bilharziose verseuchte Seewasser springt, Pommes als Vorspeise bestellt, obwohl noch drei Gänge folgen und zur Selbstauslöserfunktion der Kamera jede bescheuerte Szene nachstellt, die wir uns ausdenken. Wir spielen spannende Boule-Partien am Privatstrand, fahren Seekajak und lachen uns mit Lachyoga in den Schlaf. Klassenfahrtsatmosphäre de luxe!
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Ruanda 2012

Ein paar typische Szenen aus der ersten Woche in Kigali: Mme Aimée macht den Haushalt. Wir beide sind uns einig, dass es sich viel besser bei lauter Musik und sperrangelweiten Terrassentüren putzen bzw. korrigieren lässt. Lounge-Atmosphäre einmal anders. Dank Hausangestellten als Multiplikatoren könnten es also auch Silbermond & Co in die Charts nach übersee schaffen.

Mme Aimée spricht gern mit Ausrufezeichen-Fragezeichen-Intonation.
Maike: Madame, je vais aller au centre-ville.
Mme Aimée: Seule?!
Oder:
Maike: Madame, j’aimerais bien acheter du tissu pour coudre avec. Pourriez-vous m’accompagner au marché?
Mme Aimée: Nähen? Sie?!
Empört-besorgte Belustigung, die ich vornehm übergehe.
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© Maike Wehlitz