Europa

London 2014

Einfach mal raus, denke ich. Für ein verlängertes Wochenende Kate besuchen und Großstadtluft schnuppern. Was willst Du machen?, fragt Kate. Eine wirklich konkrete Vorstellungen habe ich nicht. …von Chelsea habe ich im Reiseführer gelesen… und das indisch-pakistanische London möchte ich kennenlernen. Kate strickt uns ein Programm für das Wochenende und paart dabei geschickt meine vagen Vorstellungen mit ihren Ausflugswünschen als Neulondonerin. Tag eins, nennt sie „The Posh London“

  1. Unverhofft kommt oft! Es ist Samstag, wir steigen aus dem Bus und stolpern quasi über die
    Essenstände des Duke of York Square Food Market in Chelsea.

  2. „Haben wir nicht gerade erst gefrühstückt“, denke ich. „Egal! Welche Küche soll es sein?
    Marokkanisch, jamaikanisch, französisch, vegan?“

  3. Die Sonne scheint, das Essen schmeckt, ich bin im Reiseflow!

  4. Shoppen auf der Kings Road ist ein angenehm ruhiges Vergnügen. Der Besuch des Primark auf
    der Oxford Street ist für mich dagegen eine Strafe. Nein, eine interessante Sozialstudie!

  5. Tea Time: Scones bei Peter Jones. Ist ja bloß ein Kaufhaus und doch finde ich es hier viel
    heimeliger als bei Kaufhof und Kollegen.

  6. Hast Du alles für heute Abend?, fragt mich Kate, als wir morgens um 9 Uhr aufbrechen.
    Ich bin irritiert, kommen wir denn nicht noch einmal zurück, bevor wir abends ausgehen?
    Nein, das lohnt sich nicht, Kates Wohnung liegt in Greenwich.

  7. Greenwich- a world apart: grüne Wiese, kleine englische Häuschen, enge Gassen…

  8. …und ein weiter Blick über die Themse.

  9. Und zum Sunday’s Rost geht’s in den Pub. Am Nachmittag essen wir in der Cutty Sark Tavern gemütlich am Kamin einen Sonntagsbraten. Mein Braten ist vegetarisch, der Cider nicht.

  10. Montags ist es ruhig in Brixton. Auch hier gibt es einen Markt: „Brixton Market“ mit Essenständen aus aller Welt.



Berlin 2015

Berlin, manchmal ruft es mich...

  1. jeschlossen

  2. Morgens 2. Januar in Friedrichshain: die Straßen um den Boxhagener Platz wirken verkatert. Rollläden mit Graffity, Böller, leere Flaschen, Regen.

  3. Am Boxhagener Platz finde ich den Friseur vom letzten Besuch wieder. Ich bin die einzige Kundin und quatsche entspannt meine Müdigkeit weg. 16 Euro für einen Schnitt im Szeneladen? Na wie gut, dass es jetzt den Mindestlohn gibt. Frühstück im Café gegenüber: vegetarisch, biologisch, regional, üppig, lecker. Und das für 4,80 Euro. Mit den Preisen komme ich noch nicht so ganz klar.

  4. Kiosk klassisch

  5. Und noch ein Kiosk…

  6. Ich kenne slow food, slow motion, aber slow fashion?

  7. Berlin das ist Veganisierung, Gentrifizierung, Hipsterisierung und Internationalisierung bei den U 30, scheint mir.

  8. Back to the roots!

  9. Kuba oder Berlin?

  10. Schild Maybachufer

  11. Markt am Maybachufer: 3 reife Mangos für 1 Euro und tolle Jerseystoffe zu Traumpreisen!

  12. Die gibt es auch nicht überall zu kaufen…

  13. Ich mache eine "Eat the world" Tour durch Kreuzberg. Fürs Essen hat sie sich nicht gelohnt, aber die Führung ist interessant.

  14. Der Graefekiez in Kreuzberg. Ginge es um Mallorca, würde er wohl das ANDERE Mallorca heißen. Ich muss im Sommer wiederkommen.

  15. In der Wrangelstraße bekomme ich die Gewürze Sumak, Zatar und Ras el Harnout, die ich für ein Rezept benötige.

  16. Wrangelstrasse in Kreuzberg. Schade, dass keine Essenszeit ist "Bon profit" heißt "Guten Appetit" auf katalanisch.
    Mein Barcelona-Herz schlägt höher!

  17. Eigentlich möchte ich nur noch kurz nach einer Winterjacke schauen,
    dann aber fesselt mich dieser irre Blick auf die Gedächtniskirche.

 




© Maike Wehlitz